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Weitere InformationenWorum geht es in diesem Artikel?
Begriffe wie Zarge und Türstock werden häufig gleich verwendet, obwohl sie unterschiedliche Bedeutungen haben. Eine klare Einordnung hilft, moderne Türen besser zu verstehen und als System zu planen. Im Fokus steht die Rolle der Zarge im heutigen Innenausbau und ihr Einfluss auf Funktion und Planungssicherheit.
Das Wichtigste kurz zusammengefasst:
- Die Zarge ist der funktionale Rahmen moderner Türen und Teil des Türsystemsn
- Der Begriff Türstock stammt aus dem traditionellen Bauwesen und wird heute meist umgangssprachlich verwendet
- Für Planung, Funktion und Optik ist das Zusammenspiel von Türblatt und Zarge entscheidend
- Moderne Zargen sind auf unterschiedliche Wandstärken und Bauweisen abgestimmt
- Zargenlose bzw. wandbündige Türen stellen eine eigene Systemlösung dar und sind kein Ersatz für klassische Zargen
Was ist eine Zarge?
→ Die Zarge ist der konstruktive Rahmen einer Innentür, der Türblatt und Wandöffnung verbindet, die Funktion der Tür sicherstellt.
Die Zarge ist der funktionale Rahmen einer Innentür. Sie wird in die Wandöffnung eingebaut und übernimmt mehrere zentrale Aufgaben: Sie trägt das Türblatt, nimmt Bänder und Schloss auf und sorgt dafür, dass Innentüren sauber geführt werden und ruhig schließen. Gleichzeitig bildet die Zarge den sichtbaren Übergang zwischen Wand und Tür.
In der modernen Baupraxis ist die Zarge kein Zubehör, sondern ein tragendes Bauteil des Türsystems. Ihre Ausführung beeinflusst nicht nur die Funktion, sondern auch die optische Wirkung im Raum. Ob klar konturiert, reduziert oder bewusst zurückhaltend – die Zarge strukturiert die Wandöffnung und ordnet sie gestalterisch ein.
In der heutigen Innenarchitektur wird die Rolle der Zarge zunehmend differenziert betrachtet. Neben klassischen Zargensystemen existieren auch Lösungen wie die zargenlose Innentür, häufig auch als Tapetentür bezeichnet. Bei diesen Systemen bilden Türblatt und Wand eine Ebene, sodass auf eine sichtbare Zarge verzichtet wird. Solche Lösungen erfordern spezielle Einbauelemente und eine sehr frühe planerische Festlegung und sind nicht als Ersatz für die Zarge zu verstehen, sondern als eigenständige konstruktive Variante für klar definierte architektonische Konzepte.
Was bezeichnet der Begriff Türstock?
→ Der Begriff Türstock bezeichnet eine historisch verwendete Rahmenkonstruktion aus dem traditionellen Bauwesen, die heute im modernen Innenausbau weitgehend durch flexible Zargensysteme ersetzt wurde.
Der Begriff Türstock stammt aus dem traditionellen Bauwesen. Historisch bezeichnete er massive Holzkonstruktionen, die fest mit dem Mauerwerk verbunden waren und Türblatt, Rahmen und Wandöffnung zu einer Einheit machten. Diese Bauweise war typisch für ältere Gebäude und handwerklich gefertigte Türen.
Im heutigen Innenausbau spielt der klassische Türstock technisch kaum noch eine Rolle. Stattdessen werden industriell gefertigte Zargensysteme eingesetzt, die präziser, flexibler und besser an unterschiedliche Wandstärken anpassbar sind. Der Begriff „Türstock“ wird heute vor allem umgangssprachlich verwendet, während in der Planung fast ausschließlich von Zargen gesprochen wird.
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Warum ist die Unterscheidung zwischen Zarge und Türstock relevant?
→ Die klare Unterscheidung ist entscheidend, weil nur die Zarge als modernes Systembauteil Maßtoleranzen ausgleicht, Bauweisen berücksichtigt und eine fehlerfreie Planung von Tür und Wand ermöglicht.
Die Unterscheidung zwischen Zarge und Türstock ist nicht nur sprachlich, sondern auch praktisch wichtig. Eine Zarge ist auf moderne Bauweisen ausgelegt: Sie kann Maßtoleranzen ausgleichen, unterschiedliche Wandaufbauten aufnehmen und exakt auf das jeweilige Türblatt abgestimmt werden.
Ein gedankliches Festhalten am „Türstock“ führt hingegen oft dazu, dass Türen als Einzelteile betrachtet werden. Genau hier entstehen Planungsfehler – etwa wenn Wandstärken, Bodenbelege oder Öffnungsrichtungen nicht berücksichtigt werden. Die folgende Tabelle stellt die Unterschiede zwischen Zarge und Türstock systematisch gegenüber und zeigt, warum die Zarge im modernen Innenausbau als funktionales Türsystem verstanden wird.
| Zarge | Türstock |
|---|---|
| Moderner Innenausbau | Traditionelles Bauwesen |
| Tragendes Systembauteil | Historische Rahmenkonstruktion |
| Anpassbar an Wandstärken und Aufbauten | Fest mit dem Mauerwerk verbunden |
| Teil eines abgestimmten Türsystems | Kein eigenständiges Planungssystem |
| Standard im modernen Innenausbau | Begrifflich, nicht technisch relevant |
| Gering bei korrekter Planung | Hoch bei Übertragung auf heutige Bauweisen |
Kurz gesagt:
Während der Türstock ein historischer Begriff ist, beschreibt die Zarge ein aktuelles, technisch definiertes System.
Zargen als Teil eines Türsystems bei neubauerTüren
→ Bei neubauerTÜREN werden Zargen als integraler Bestandteil eines Türsystems verstanden, dessen Zusammenspiel von Türblatt, Zarge und Wandaufbau sich bereits in der Planung funktional und räumlich nachvollziehen lässt.
Im Sortiment von neubauerTÜREN werden Türen grundsätzlich als Systeme verstanden. Türblatt und Zarge sind aufeinander abgestimmt – unabhängig davon, ob es sich um eine schlichte Zimmertür, eine Holzlösung oder eine Glas-Holz-Kombination handelt. Entscheidend ist dabei nicht das einzelne Bauteil, sondern das Zusammenspiel aller Komponenten.
Um dieses Zusammenspiel bereits in der Planungsphase nachvollziehbar zu machen, steht ein 3D-Konfigurator zur Verfügung. Er ermöglicht es, Türblatt, Zarge, Öffnungsrichtung und Wandstärke in Relation zueinander zu betrachten und räumlich einzuordnen. Gerade bei unterschiedlichen Wänden oder Sondermaßen hilft diese visuelle Planung, Proportionen und Übergänge frühzeitig zu verstehen.
→ Die folgende Grafik zeigt, wie Türblatt, Zarge und Wandaufbau als abgestimmtes System zusammenwirken und bereits in der Planungsphase eine präzise und langlebige Türlösung ermöglichen.

Zargen übernehmen dabei nicht nur eine tragende Funktion, sondern bestimmen auch:
- wie ruhig eine Tür schließt,
- wie sauber der Übergang zur Wand wirkt,
- wie langlebig das gesamte Element im Alltag ist.
„Eine Innentür funktioniert nur dann dauerhaft gut, wenn Türblatt und Zarge als Einheit geplant werden. Die Zarge ist kein Rahmen am Rand, sondern das Bauteil, das über Präzision, Ruhe und Langlebigkeit entscheidet.“
Johannes Neubauer-Maurer, Gründer neubauerTÜREN GmbH

Fazit
Der Türstock ist ein historisch gewachsener Begriff, die Zarge hingegen das zentrale Bauteil moderner Innentürsysteme. Wer diesen Unterschied versteht, plant Türen nicht als Einzelprodukt, sondern als funktionales und gestalterisches Ganzes.
Zargen sind mehr als Rahmen. Sie verbinden Wand und Tür, gleichen Baumaße aus und entscheiden darüber, wie ruhig, präzise und langlebig eine Tür im Alltag funktioniert. Genau deshalb lohnt es sich, ihnen in der Planung die Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdienen.


