Checkliste Türenkauf

Checkliste für Türenkauf

Mit dieser Checkliste bereiten Sie Ihren Türkauf durchdacht vor – von der Bestandsaufnahme bis zur Montage. Wir von neubauerTÜREN wissen aus vielen Projekten: Die meisten Probleme entstehen nicht bei der Auswahl des Türblatts, sondern in einer lückenhaften Planung davor. Haken Sie ab, was bereits geklärt ist. 

Sie können diese Liste auch als pdf Datei downloaden oder drucken.

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1

Bestandsaufnahme und bauliche Situation

Bevor gewählt wird, muss die bauliche Situation eindeutig erfasst sein.

  • Anzahl der benötigten Türen je Raum notiert
  • Geklärt, ob Neubau oder Türentausch im Bestand
  • Mauerlichte je Türöffnung gemessen (Breite × Höhe)
  • Wandstärke je Türöffnung gemessen – sie bestimmt die passende Zarge
  • Bodenaufbau berücksichtigt: fertiger Belag oder geplante Aufbauhöhe
  • Aufgehrichtung festgelegt (DIN links / DIN rechts)
  • Türstock bzw. Zarge geprüft – kompletter Tausch eingeplant
  • Besonderheiten notiert: Schrägen, Leitungen, Schalterpositionen, Heizkörper
2

Raum und Nutzung

Eine gute Tür richtet sich nach dem Raum und den Menschen, die ihn nutzen.

  • Nutzung des Raumes definiert (Wohnen, Schlafen, Arbeiten, Bad/WC)
  • Ruhebedarf geklärt – Geräuschdämpfung für Schlafzimmer, Kinderzimmer, Homeoffice
  • Feuchtraumeignung für Bad und WC berücksichtigt
  • Lichtbedarf geprüft – profitiert der Raum von Glas oder Glasausschnitt?
  • Platzverhältnisse bewertet: Drehflügeltür oder Schiebetür
  • Durchgangsbreite geprüft (Barrierefreiheit, Möbeltransport)
  • Beanspruchung im Alltag eingeschätzt (Kinder, Haustiere, hohe Frequenz)
3

Material und Oberfläche

Material entscheidet über Wirkung, Pflegeaufwand und Langlebigkeit.

  • Türtyp eingegrenzt: Weißlack, CPL/Laminat, Echtholzfurnier, Designverbund oder Glas
  • Oberfläche auf Pflegeaufwand und Strapazierfähigkeit geprüft
  • Farbton und Struktur mit Boden, Wand und Möbeln abgestimmt
  • Maserungsrichtung gewählt (längs oder quer)
  • Einheitliches Türbild in der gesamten Wohnung bedacht
4

Glas und Lichtführung

Glas verändert Lichtführung und Raumgefühl – geplant wirkt es am besten.

  • Vollglastür oder Tür mit Glasausschnitt abgewogen
  • Glasart gewählt: Klarglas, satiniert oder mit Motiv
  • Privatsphäre berücksichtigt (z. B. satiniertes Glas für Bad und WC)
  • Lichtführung zwischen Räumen geplant (z. B. Flur – Wohnzimmer)
5

Türstock, Beschläge und Technik

Zarge, Beschläge und Technik machen aus dem Türblatt ein funktionierendes System.

  • Zargenausführung passend zur Wandstärke gewählt
  • Drücker, Bänder und Beschläge ausgewählt
  • Schließfunktion festgelegt (Buntbart, WC-Verriegelung, Zylinder)
  • Komfortdetails geprüft (z. B. leise Schließtechnik, Magnetfalle)
  • Bodenspalt und Dichtungen für die Geräuschdämpfung bedacht
6

Planung, Beratung und Montage

Eine saubere Planung endet nicht bei der Auswahl, sondern bei der Montage.

  • Wunschvarianten im 3D-Konfigurator zusammengestellt und verglichen
  • Fragen für das Beratungsgespräch notiert
  • Naturaufmaß durch den Fachbetrieb vereinbart
  • Fachgerechte Montage inklusive Demontage der Alttüren geklärt
  • Entsorgung der alten Türen abgestimmt
  • Wunschtermin für Lieferung und Montage festgehalten

Typische Fehler – das sollte Ihnen nicht passieren

Diese Fehler sehen wir in der Praxis am häufigsten – und sie sind alle vermeidbar.

  • Die Wandstärke wird nicht gemessen – und die Zarge passt am Ende nicht
  • Die Aufgehrichtung wird erst bei der Montage bedacht – die Tür schlägt gegen Möbel oder Schalter
  • Der Bodenaufbau wird vergessen – Türen schleifen oder der Bodenspalt fällt zu groß aus
  • Das Türblatt wird isoliert gewählt, statt Zarge, Beschläge und Technik als System zu planen
  • Glasanteil ohne Blick auf Privatsphäre gewählt – vor allem bei Bad und WC
  • Die Geräuschdämpfung in Schlaf- und Arbeitsräumen wird unterschätzt
  • Montage in Eigenregie ohne Erfahrung – schiefe Zargen und ungleichmäßige Spaltmaße sind die Folge
?

Sechs Fragen, die Sie vor dem Kauf klären sollten

Gehen Sie diese Fragen durch, bevor die erste Tür bestellt wird.

  • „Passt die Tür zur baulichen Situation – nicht nur zum Einrichtungsstil?”Gut: Wandstärke, Mauerlichte und Bodenaufbau sind erhoben, bevor die Auswahl beginnt.
  • „Brauchen wir in diesem Raum Ruhe, Licht – oder beides?”Gut: Die Nutzung entscheidet über Türaufbau und Glasanteil, nicht umgekehrt.
  • „Drehflügel- oder Schiebetür – wie viel Platz braucht die Tür im Alltag?”Gut: Bewegungsflächen und Möblierung sind im Grundriss geprüft.
  • „Wie pflegeleicht muss die Oberfläche sein?”Gut: Das Material passt zur tatsächlichen Beanspruchung durch Kinder, Haustiere und Alltag.
  • „Wer misst auf – und wer montiert?”Gut: Naturaufmaß und fachgerechte Montage sind von Anfang an eingeplant.
  • „Was passiert mit den alten Türen?”Gut: Demontage und Entsorgung sind geregelt, bevor die neuen Türen geliefert werden.

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