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Weitere InformationenWorum geht es in diesem Artikel?
Der Artikel erklärt die gängigen Glasarten und Glasveredelungen bei Innentüren – von Sicherheitsglas über Verbund-Sicherheitsglas bis zu veredelten Oberflächen wie Rillenschliff oder Nanoprint. Er zeigt, welche Eigenschaften die einzelnen Glasarten mitbringen und wie sie sich mit Türgestaltung und Raumnutzung sinnvoll kombinieren lassen.
Das Wichtigste kurz zusammengefasst:
- Sicherheitsglas (ESG) ist die gängige Basis für Glastüren und in den Varianten Standardklar und Weißglas erhältlich
- Verbund-Sicherheitsglas (VSG) besteht aus zwei miteinander verklebten Scheiben; bei neubauerTÜREN kommen dafür zwei ESG-Scheiben zum Einsatz
- Veredelungen wie Rillenschliff oder Nanoprint verändern Optik und Pflegeaufwand und ergänzen damit die Glasart
- Mattierte Varianten wie Satinato schaffen Sichtschutz, ohne auf Lichtdurchlässigkeit zu verzichten
- Die Wahl der Glasart hängt stark vom jeweiligen Raum und dem gewünschten Verhältnis von Transparenz zu Privatsphäre ab
Welche Glasarten gibt es bei Innentüren mit Glaseinsatz?
→ Die Basis fast aller Glastüren bildet Sicherheitsglas, das in zwei Varianten – Standardklar und Weißglas – erhältlich ist.
Bei Innentüren mit Glaseinsatz kommt in der Regel Sicherheitsglas (ESG) zum Einsatz. Ausgangspunkt ist für die Standardklar-Variante sogenanntes Floatglas, das im Floatverfahren hergestellte Basis-Flachglas. Erst durch thermisches Vorspannen wird daraus Sicherheitsglas – rohes Floatglas allein käme an einer Glastür nicht zum Einsatz. Die Standardklar-Variante zeigt an der Glaskante einen leichten Grünstich, der bei dickeren Scheiben etwas deutlicher sichtbar wird – eine robuste, bewährte Lösung mit klassischer Optik.
Wer eine besonders klare, farbneutrale Wirkung bevorzugt, greift zu Weißglas: Hier kommt ein eisenoxidärmeres Ausgangsglas zum Einsatz, wodurch der Grünstich entfällt und die Tür heller sowie moderner wirkt. Beide Varianten unterscheiden sich in erster Linie in der Lichtwirkung und Kantenoptik, nicht in der grundsätzlichen Stabilität.
Für Ganzglastüren hat sich eine Glasstärke von etwa 8 bis 10 mm ESG etabliert – ein Richtwert, der sich je nach Türgröße und Ausführung im Detail unterscheiden kann. Ergänzend gibt es Ausführungen mit Applikationen, Fotomotiven oder Strukturoberflächen, die das Grundglas gestalterisch aufwerten, ohne dessen technische Eigenschaften zu verändern.
Wie unterscheiden sich Sicherheitsglas und Verbund-Sicherheitsglas?
→ Verbund-Sicherheitsglas entsteht durch das Verkleben zweier Scheiben, bleibt im Bruchfall zusammenhängend und bietet je nach Aufbau besseren Schallschutz als einfaches Sicherheitsglas.
Sicherheitsglas (ESG) besteht aus einer thermisch vorgespannten Scheibe mit erhöhter Stoß- und Biegefestigkeit. Verbund-Sicherheitsglas (VSG) besteht aus zwei Scheiben, die durch eine reißfeste Folie fest miteinander verklebt werden. Bei neubauerTÜREN kommen dafür zwei ESG-Scheiben zum Einsatz.
Der Unterschied zu einfachem ESG zeigt sich vor allem im Bruchverhalten: ESG ist hoch belastbar und zerfällt im Schadensfall in kleine, stumpfkantige Krümel – für den alltäglichen Gebrauch eine bewährte, sichere Lösung. VSG kann zwar ebenso zerspringen, die Bruchstücke bleiben jedoch durch die Zwischenfolie miteinander verbunden, sodass die Scheibe nicht sofort ihre Form verliert. Je nach Aufbau verbessert die mehrschichtige Bauweise von VSG zudem den Schallschutz.
Für alltägliche Wohnsituationen reicht einfaches ESG meist aus. Sobald jedoch eine Tür zwischen Bereichen, in denen Ruhe wichtig ist, liegt – etwa zwischen Wohnraum und Schlafzimmer oder zum Homeoffice – lohnt sich der Blick auf VSG, weil hier der akustische Vorteil im Alltag am spürbarsten ist.
Die richtige Glasart entscheidet oft ebenso über Wohnkomfort wie die Optik einer Glastür. Deshalb gehört die Glaswahl für uns genauso zur Planung wie das Design selbst.
Johannes Neubauer-Maurer, Gründer neubauerTÜREN GmbH

Welche Glasveredelungen stehen zur Auswahl?
→ Veredelungen wie Rillenschliff oder Nanoprint verändern Optik und Pflegeeigenschaften der Glastür, ohne die grundlegende Glasart zu verändern.
Neben der reinen Glasart spielt die Veredelung eine wichtige Rolle für das Erscheinungsbild – sie ergänzt die Glasart um Optik und Pflegeeigenschaften. Beim Rillenschliff wird das Design präzise in die Glasoberfläche gefräst und anschließend poliert – eine besonders edle Form der Gestaltung. Die Nanoprint-Technologie brennt Motive dauerhaft in die Glasfläche ein, ohne die Oberfläche selbst zu verändern: Wasser und Schmutz perlen ab, sichtbare Fingerabdrücke werden deutlich reduziert, und die Oberfläche ist kratzfest gemäß ISO EN 2409 sowie hitzebeständig bis mindestens 200 °C.
Wer zusätzlich Sichtschutz benötigt, kombiniert diese Veredelungen häufig mit einer matt satinierten Fläche wie Satinato, die Lichtdurchlässigkeit und Privatsphäre miteinander vereint.

Wie lässt sich Glas sinnvoll mit Türdesign und Zarge kombinieren?
→ Glasart, Türgestaltung und Zarge sollten als Gesamtkonzept geplant werden, damit Design und Funktion stimmig zusammenwirken.
Die Glasart allein entscheidet nicht über das Gesamtbild einer Tür – erst im Zusammenspiel mit der gesamten Türgestaltung und der Zarge entsteht ein stimmiges Ergebnis. Klares ESG Standardklar wirkt in Kombination mit schlichten, hellen Zargen besonders offen, während satinierte oder mit Rillenschliff veredelte Scheiben gut zu zurückhaltenden, ruhigen Gestaltungen passen.
Bei uns finden Sie ein breites Sortiment an Glastüren mit Zarge sowie Innentüren mit Glaseinsatz, bei denen Glasart, Gestaltung und Zarge bereits aufeinander abgestimmt sind. Wer die eigene Wunschkombination individuell zusammenstellen möchte, kann dafür unseren 3D-Konfigurator nutzen: Er macht Glasausschnitt, Türgestaltung und Zarge im Zusammenspiel sichtbar und unterstützt so eine fundierte Planung, ganz nach den eigenen Vorstellungen – individuelle Türlösungen sind bei neubauerTÜREN kein Sonderfall, sondern gelebte Praxis.
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Welche Glasart eignet sich für welchen Raum?
→ Die Raumnutzung bestimmt, ob bei einer Innentür aus Glas eher Transparenz oder Sichtschutz im Vordergrund stehen sollte.
In Fluren oder offenen Wohnbereichen sorgt klares oder leicht getöntes Glas für maximale Lichtdurchlässigkeit und ein großzügiges Raumgefühl. In Bädern, Homeoffices oder Schlafräumen ist dagegen häufig ein höherer Sichtschutz gefragt – hier bieten sich satinierte Ausführungen oder Glas mit Applikationen an. Für Räume mit erhöhtem Ruhebedürfnis, etwa bei einer Tür zwischen Wohnbereich und Arbeitszimmer, ist zusätzlich der Griff zu Verbund-Sicherheitsglas wegen des möglichen Schallschutzvorteils sinnvoll.
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht – die persönliche Raumsituation und die individuellen Vorlieben entscheiden, welche Kombination aus Glasart und Veredelung am besten passt. Bei individuellen Fragen dazu steht Ihnen neubauerTÜREN mit persönlicher Beratung gerne zur Seite.
| Glasart | Bruchverhalten | Schallschutz | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|
| ESG Standardklar | Zerfällt in kleine, stumpfkantige Krümel | Standard-Schallschutz | Klassische Raumkonzepte |
| ESG Weißglas | Zerfällt in kleine, stumpfkantige Krümel | Standard-Schallschutz | Moderne, helle Raumgestaltung |
| VSG (Verbund-Sicherheitsglas) | Bleibt durch Zwischenfolie zusammenhängend | Verbesserter Schallschutz | Räume mit erhöhtem Ruhe- oder Sicherheitsbedürfnis |
Fazit
Sowohl ESG als auch VSG bieten ein bewährtes Sicherheitsniveau – der Unterschied liegt im Bruchverhalten und im zusätzlichen Schallschutzpotenzial von Verbund-Sicherheitsglas. Ob ESG, VSG oder eine veredelte Oberfläche wie Rillenschliff oder Nanoprint – entscheidend ist das Zusammenspiel von Glasart, Türgestaltung und Zarge im jeweiligen Raum.
Lassen Sie sich am besten von uns persönlich in unserem Schauraum in Graz beraten, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns! Zusammen finden wir die passende Kombination für Ihren Geschmack und Ihre individuelle Wohnsituation.


