Worum geht es in diesem Artikel?
Dieser Artikel erklärt, wie die NANOprint-Technologie funktioniert, welche Eigenschaften sie Glastüren verleiht und was das in der täglichen Reinigung und Pflege konkret bedeutet. Wer sich für den Kauf einer Glastür interessiert, findet hier eine sachliche Einschätzung – inklusive Grenzen und Einschränkungen.
Das Wichtigste kurz zusammengefasst:
- NANOprint ist ein industrielles Veredelungsverfahren, bei dem Farbpartikel mit Nano-Partikeln vermischt und dauerhaft mit der Glasoberfläche verbunden werden – ohne zusätzliche aufliegende Schicht
- Der wasser- und schmutzabweisende Effekt ist langfristig stabil bei sachgemäßer Nutzung – es gibt keinen typischen Verschleiß wie bei herkömmlichen Beschichtungen
- Fingerabdrücke sind im Normalgebrauch kaum sichtbar; bei direktem Gegenlicht können sie – wie bei jeder Glasfläche – sichtbarer werden
- Die Veredelung ist mit geprüfter Haftfestigkeit gemäß EN ISO 2409 ausgestattet und für die typischen Beanspruchungen im Wohnbereich ausgelegt
- NANOprint macht Glastüren pflegeleichter, aber nicht schmutzfrei. Fettfilme aus der Küche oder starke Verschmutzungen erfordern weiterhin eine gezielte Reinigung
Was steckt technisch hinter NANOprint?
→ NANOprint ist kein aufgetragener Schutzfilm, sondern ein Veredelungsverfahren, bei dem Farbpartikel mit Nano-Partikeln kombiniert und dauerhaft mit der Glasoberfläche verbunden werden.
Viele Oberflächenveredelungen funktionieren nach dem Prinzip des Auftragens: Eine Beschichtung liegt auf dem Material auf – und wird mit der Zeit abgenutzt, abgewaschen oder zerkratzt.
NANOprint funktioniert anders: Speziell entwickelte Farbpartikel werden mit Nano-Partikeln vermischt, industriell in die Glasoberfläche eingebrannt und untrennbar mit ihr verbunden. Das Design – ob grafisches Muster, Linie oder Struktur – ist dauerhaft Teil der Oberfläche selbst, nicht darauf aufgetragen. Es entsteht keine zusätzliche aufliegende Schicht.
Das unterscheidet NANOprint von klassischen Veredelungsmethoden wie Siebdruck oder Digitaldruck auf Glas, die als Auftrag auf die Glasfläche gearbeitet werden und sich im Laufe der Zeit mechanisch ablösen oder ausbleichen können. Auch gegenüber einer Satinierung – bei der die Glasoberfläche gezielt aufgeraut wird – verhält sich NANOprint anders: Die Oberfläche bleibt eben und glatt, der wasser- und schmutzabweisende Effekt entsteht durch die eingebrannte Nano-Struktur.
Die praktischen Eigenschaften von NANOprint im Alltag
→ Wasser und Schmutz perlen ab, Fingerabdrücke bleiben im Normalgebrauch kaum sichtbar – die Wirkung ist langfristig stabil, weil sie kein typisches Verschleißverhalten wie aufgetragene Beschichtungen zeigt.
Was NANOprint im Alltag bedeutet, lässt sich an konkreten Eigenschaften festmachen:
- Wasser und Schmutz perlen von der Oberfläche ab – durch einen wasser- und schmutzabweisenden Effekt der eingebrannten Nano-Struktur.
- Fingerabdrücke haften weniger stark an, da die Oberfläche das Anhaften von Hautfetten reduziert. Bei direktem Gegenlicht oder starker Sonneneinstrahlung können Abdrücke – wie bei jeder Glasfläche – sichtbarer werden.
- Die Wirkung ist langfristig stabil bei sachgemäßer Nutzung – kein typischer Verschleiß wie bei Beschichtungen, die sich ablösen oder ausdünnen.
- Die Veredelung weist eine geprüfte Haftfestigkeit gemäß EN ISO 2409 auf und ist für stark frequentierte Durchgänge wie Flur, Küche oder Wohnbereich ausgelegt.
- Hitzebeständigkeit bis mindestens 200 °C macht die Verwendung in verschiedenen Raumbereichen möglich.
Wichtig als Einordnung: NANOprint macht Glastüren pflegeleichter, nicht schmutzfrei. Fettfilme, die etwa beim Kochen entstehen, oder intensive Verschmutzungen erfordern nach wie vor eine gezielte Reinigung. Die Technologie reduziert den Aufwand spürbar, ersetzt ihn aber nicht vollständig.
Das Thema Reinigung wird im Alltag oft unterschätzt. Eine Glastür kann noch so schön sein – wenn sie ständig nachgeputzt werden muss, verliert sie schnell ihren Reiz. Deshalb empfehlen wir unseren Kundinnen und Kunden Oberflächen, die den Nutzungsanforderungen im Wohnbereich standhalten.
Johannes Neubauer-Maurer, Gründer neubauerTÜREN GmbH

Richtig reinigen: Was wirklich nötig ist
→ NANOprint-Oberflächen benötigen keine Spezialreiniger – klares Wasser und ein weiches Tuch reichen für die Routinepflege. Aggressive Mittel können die Veredelung langfristig schädigen und sind zu vermeiden.
Für die Reinigung im Alltag reichen ein paar einfache Regeln aus:
- Für die Routinepflege genügt ein weiches, fusselfreies Tuch mit klarem Wasser oder einem milden, pH-neutralen Glasreiniger.
- Scheuernde Mittel, lösungsmittelhaltige Reiniger und Produkte mit abrasiven Anteilen sollten vermieden werden – sie können die Veredelung langfristig angreifen.
- Baumwolltücher eignen sich besonders gut, da sie keine Kratzer hinterlassen.
- Für hartnäckigere Verschmutzungen – etwa Fettspritzer – empfiehlt sich ein kurzes Aufweichen mit einem feuchten, warmen Tuch. Danach löst sich der Schmutz in der Regel ohne Kraftaufwand.
Ein häufiger Irrtum: Da weniger Schmutz anhaftet, glauben manche, die Tür müsse gar nicht mehr gereinigt werden. Auch NANOprint-Flächen sammeln mit der Zeit Staub und leichte Rückstände an. Eine regelmäßige kurze Reinigung ist besser als eine seltene und intensive.
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NANOprint auf Glastüren: Designvielfalt ohne Pflegenachteile
→ Das Einbrennverfahren ist mit den gängigen Glasausführungen kombinierbar – von Rillenschliff bis Satinierung – ohne die Pflegeeigenschaften der Veredelung zu verändern.
Ob Ganzglastüren, Innentüren mit Glaseinsatz oder Teilglastüren in verschiedenen Glasausführungen – NANOprint kann auf unterschiedliche Glastypen und Designs aufgebracht werden. Für den Einsatz an Innentüren steht grundsätzlich zertifiziertes Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) oder Verbund-Sicherheitsglas (VSG) als Grundlage zur Verfügung. ESG zersplittert bei Bruch in stumpfe Krümel; VSG hält dank der Verbundfolie auch bei Beschädigung zusammen – beides ist bei Türen im Wohnbereich relevanter Standard.

Das jeweilige Motiv oder Design ist dauerhaft mit der Oberfläche verbunden, die Glasfläche selbst bleibt eben und glatt. Das bedeutet, dass auch Türen mit aufwendiger Gestaltung (etwa mit Rillenschliff oder Fotomotiv) nicht schwieriger zu reinigen sind als schlichte Ausführungen. Die Pflegeeigenschaften gelten unabhängig vom gewählten Design.
Wer das Sortiment in verschiedenen Kombinationen aus Türblatt, Glasausführung und Zarge erkunden möchte, findet in unserem innovativen Innentüren Konfigurator ein praktisches Hilfsmittel.
| Eigenschaft | Beschreibung | Relevanz |
|---|---|---|
| Veredelungsverfahren | Farbpartikel + Nano-Partikel dauerhaft mit Glasoberfläche verbunden | Kein typischer Verschleiß wie bei Beschichtungen |
| Wasser- & Schmutzabweisung | Abperleffekt durch eingebrannte Nano-Struktur | Weniger Reinigungsaufwand im Alltag |
| Fingerabdrücke | Im Normalgebrauch kaum sichtbar | Bei Gegenlicht wie bei jeder Glasfläche sichtbarer |
| Haftfestigkeit | Geprüft gemäß EN ISO 2409 | Langfristig stabil bei sachgemäßer Nutzung |
| Alltagstauglichkeit | Für typische Beanspruchungen im Wohnbereich ausgelegt | Geeignet für stark frequentierte Durchgänge |
| Hitzebeständigkeit | Mindestens 200 °C | Einsatz auch in küchennahen Bereichen |
Fazit
NANOprint verändert den Pflegealltag bei Glastüren spürbar – weniger Abdrücke, weniger Aufwand, längere Intervalle zwischen den Reinigungsgängen. neubauerTÜREN berät Sie zu den passenden Glasausführungen und Veredelungen – persönlich und mit dem Praxiswissen aus über 30 Jahren Türenhandwerk.


