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Innentüren Sondermaß: Wenn Standardmaße nicht passen

Nicht jede Wandöffnung folgt den gängigen Normmaßen. Gerade in Altbauten, bei Sanierungen oder besonderen Raumzuschnitten stoßen klassische Innentüren schnell an ihre Grenzen. Wer hier auf ein Sondermaß setzt, vermeidet nachträgliche bauliche Kompromisse und sorgt für ein stimmiges Gesamtbild. Türen sind dabei weit mehr als reine Funktionselemente: Sie prägen Raumwirkung, Akustik und den Gesamteindruck einer Wohnung entscheidend mit.

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Worum geht es in diesem Artikel?

Innentüren im Sondermaß sind maßgefertigte Lösungen für Öffnungen, die von gängigen Standardbreiten und -höhen abweichen. Der Artikel erklärt, wann sich eine Sonderanfertigung lohnt, wie das Ausmessen abläuft und welche Materialien dafür infrage kommen.

Das Wichtigste kurz zusammengefasst:

  • Türen in Sondermaßen kommen vor allem bei Altbauten, überhohen oder besonders schmalen Öffnungen zum Einsatz
  • Standard- Türblattbreiten orientieren sich an ÖNORM B 5330, etwa 650 bis 1000 mm x 2030 mm, Breiten sind in allen 50mm Abstufungen erhältlich – weicht die Wandöffnung davon ab, ist ein Sondermaß nötig
  • Rohbaumaß und Türmaß sind nicht identisch und müssen beim Aufmaß klar unterschieden werden
  • Türen aus Holz, CPL oder Glas stehen auch im Sondermaß zur Verfügung
  • Auch Zargen werden bei Sondermaßen individuell an Wandstärke und Öffnung angepasst
  • Bei Sondermaßen ist die Maßgenauigkeit besonders wichtig, da Abweichungen sich stärker auswirken als bei Standardtüren

Welche Vorteile bieten Innentüren im Sondermaß gegenüber Standardtüren?

Maßgefertigte Innentüren passen exakt in unregelmäßige oder abweichende Öffnungen und vermeiden dadurch bauliche Kompromisse, die bei Standardmaßen häufig nötig sind.

Standardtüren orientieren sich an genormten Breiten nach ÖNÖRM B 5330. Üblich sind etwa 650, 700, 750, 800, 850, 900, 950 oder 1000 mm. Das passt für die meisten Neubauten, aber nicht für jede Situation. Bei Altbauten, nachträglich veränderten Wandöffnungen oder besonders hohen Raumhöhen weichen die tatsächlichen Maße oft von diesen Normwerten ab. Hier setzen Sondermaße an: Türblatt, Zarge und passendes Zubehör werden exakt auf die vorhandene Öffnung abgestimmt, ohne dass Wand, Boden oder Sturz nachträglich baulich angepasst werden müssen.

Das gilt für Türen aus nahezu jedem Material und in jeder Bauform, ob klassische Drehtür oder platzsparende Schiebetür. Das verhindert nicht nur optische Kompromisse wie sichtbare Ausgleichsleisten oder ungleichmäßige Spaltmaße, sondern wirkt sich auch direkt auf das Gesamtbild raumhoher oder besonders schmaler Zimmertüren aus.

Auch bei den Zargen selbst zeigt sich der Unterschied: Während Standardzargen auf gängige Wandstärken ausgelegt sind, lassen sich Sondermaß-Zargen exakt auf abweichende Mauerstärken oder ungewöhnliche Wandaufbauten abstimmen. Ein weiterer Anwendungsfall sind breitere Durchgänge für Rollstuhlnutzer. Hier ist die Türbreite jedoch nur ein Faktor unter mehreren – barrierefreie Zugänge richten sich nach ÖNORM B 1600 und berücksichtigen zusätzlich Schwellenhöhe, Bedienkräfte und Bewegungsflächen.

Sondermaß vs. Standardtür im Vergleich
KriteriumSondermaßtürStandardtür
Passform Exakt an die Wandöffnung angepasst Orientiert an ÖNORM B 5330
Bauliche Anpassung In der Regel nicht nötig Ausgleichsarbeiten ggf. erforderlich
Einsatzbereich Altbau, Sanierung, Sonderhöhen Bauliche Gegebenheiten mit Normmaßen
Maßgenauigkeit Höhere Anforderungen, individuelle Fertigung Serienmäßige Toleranzbereiche

Wann lohnt sich eine Innentür nach Maßanfertigung?

Die Maßanfertigung von Türen lohnt sich immer dann, wenn Wandöffnungen von gängigen Normmaßen abweichen oder besondere bauliche Anforderungen bestehen.

Typische Anlässe sind unrunde oder schiefe Laibungen, außergewöhnliche Wandstärken oder Deckenhöhen jenseits der üblichen Normmaße. Auch bei Sanierungen, bei denen die bestehende Zarge ausgetauscht, die Wandöffnung selbst aber nicht verändert werden soll, ist eine maßgefertigte Zimmertür häufig die einzige praktikable Lösung.

Wir sehen in unserer täglichen Arbeit immer wieder, dass Standardmaße bei älteren Gebäuden oder individuellen Grundrissen einfach nicht passen. Deshalb nehmen wir uns bei jedem Projekt die Zeit, die tatsächliche Situation vor Ort genau zu erfassen, bevor wir eine Empfehlung aussprechen.

Johannes Neubauer-Maurer, Gründer neubauerTÜREN GmbH

Neubauer schaut aus Tür

Auch die Einbauart der Türen spielt eine Rolle: Drehtüren benötigen Platz für den Öffnungsradius, während Schiebetüren diesen Raum einsparen. Gerade bei beengten Grundrissen sind Schiebetüren deshalb eine beliebte Alternative zu klassischen Drehtüren, insbesondere bei Türen aus Holz oder Glas mit größeren Türblättern.

Innerhalb der Drehtüren unterscheidet man zudem stumpf einschlagende und gefälzte Ausführungen. Dieser Unterschied wirkt sich auf Schallschutz und Optik aus und kann bei einer Türen Sonderanfertigung gezielt berücksichtigt werden.

Wie werden Innentüren im Sondermaß richtig ausgemessen?

Beim Sondermaß werden Breite, Höhe, Wandstärke und Maueröffnung exakt vor Ort erfasst – ein Naturaufmaß ist dafür unerlässlich.

Der erste Schritt ist immer das Naturaufmaß vor Ort: Breite und Höhe der Öffnung werden an mehreren Punkten gemessen, da Wände und Laibungen selten exakt rechtwinklig sind. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Rohbaumaß und Türmaß entscheidend. Das Rohbaumaß beschreibt die vorhandene Wandöffnung, das Türmaß das tatsächliche Maß von Zarge und Türblatt inklusive notwendiger Fugen. Wer beide Maße verwechselt, riskiert eine Tür, die nicht passt.

Normen wie ÖNORM B 5330 geben dabei den Rahmen für gängige Maße und Toleranzen vor. Bei Sondermaßen sind die Anforderungen an die Maßgenauigkeit höher als bei Standardtüren, da hier weniger Ausgleich durch standardisierte Maße möglich ist. Als Teil unseres Service übernehmen wir das Aufmaß persönlich vor Ort und stellen alle relevanten Informationen bereit. Das ist keine Formsache, sondern die Grundlage für ein passgenaues Ergebnis.

Welche Materialien und Designs sind bei Innentüren im Sondermaß möglich?

Sondermaße stehen für nahezu alle gängigen Materialien zur Verfügung – von Holz über CPL bis Glas.

Ob furnierte Zimmertüren aus Echtholz, robustes CPL, weiß lackierte Oberflächen oder Glastüren mit individuellem Design: Sondermaße lassen sich in nahezu allen Materialkategorien umsetzen. Türen aus Holz überzeugen dabei besonders durch ihre natürliche Maserung und Langlebigkeit. Auch Sonderformen wie raumhohe oder mauerbündige Türen sind möglich, ebenso wie Komplettsets aus Türblatt, passender Zarge und abgestimmtem Zubehör.

Wer eine platzsparende Lösung sucht, für den gibt es Schiebetüren nach Maß – etwa für besonders schmale Flure oder ungewöhnliche Wandabschnitte. Schiebetüren im Sondermaß eignen sich dabei sowohl für Holz- als auch für Glasausführungen. Muster und Oberflächenvarianten lassen sich vorab einsehen, sodass Design und Funktionalität aufeinander abgestimmt werden. Auch Türgriffe und Beschläge stehen für Sondermaße im gewünschten Design zur Verfügung. Wer sich unsicher ist, welches Material zur eigenen Wohnsituation passt, erhält bei uns weiterführende Informationen zu allen Türen unseres Sortiments.

Innentüren im Sondermaß

Was kosten Innentüren im Sondermaß und welche Faktoren beeinflussen den Preis?

Der Preis einer Sondermaß-Tür hängt von Material, Abmessungen, Ausstattung und Fertigungsaufwand ab und lässt sich pauschal nicht beziffern.

Da jede Sondermaß-Tür individuell gefertigt wird, lässt sich der Preis nicht pauschal angeben. Entscheidend sind unter anderem das gewählte Material, die Abmessungen, die Oberflächenausführung sowie zusätzliche Ausstattung wie Beschläge. Auch der Fertigungsaufwand wirkt sich auf den Preis aus: Sonderformen wie Schrägen oder untypische Wandstärken erfordern zusätzliche Anpassungsschritte in der Produktion.

Hinzu kommen Faktoren wie die gewünschte Zarge, die Anzahl der benötigten Türen sowie der Montageaufwand vor Ort. Bevor Sie eine Tür im Sondermaß kaufen, lohnt sich daher eine persönliche Beratung. Der Service von neubauerTÜREN reicht von der ersten Einschätzung bis zur fertigen Montage. Für weitere Informationen können Sie sich gerne direkt mit uns in Kontakt setzen.

Interesse an unseren Produkten? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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Fazit

Ob bei Altbauten, besonderen Raumhöhen oder individuellen Nutzungsanforderungen – Sondermaße machen dort weiter, wo Standardtüren an ihre Grenzen stoßen, Voraussetzung für ein passgenaues Ergebnis sind die klare Unterscheidung von Rohbau- und Türmaß sowie ein präzises Naturaufmaß. Wer eine Wandöffnung hat, die von gängigen Maßen abweicht, sollte die Situation frühzeitig fachkundig einschätzen lassen und am besten gleich direkt Kontakt zu uns aufnehmen.

Standardmaße orientieren sich an ÖNORM B 5330 etwa 650 bis 1000 mm, Breiten sind in allen 50mm Abstufungen erhältlich bei einer üblichen Höhe von 2030 mm.

In geringem Umfang lassen sich Standardtüren mit Ausgleichszargen anpassen. Bei größeren Abweichungen der Wandöffnung ist ein Sondermaß jedoch die passgenauere Lösung.

Ein präzises Aufmaß erfordert Erfahrung mit unregelmäßigen Wandöffnungen und der Unterscheidung von Rohbau- und Türmaß. Idealerweise übernimmt das ein Fachbetrieb vor Ort.

Ja, gerade bei beengten Platzverhältnissen lassen sich Breite und Öffnungsart individuell anpassen, etwa durch schmalere Türblätter oder platzsparende Schiebelösungen.

Ja, Zargen werden ebenso wie das Türblatt exakt auf die vorhandene Wandstärke und Maueröffnung abgestimmt.

Ja, auch Glastüren lassen sich im Sondermaß fertigen, etwa für außergewöhnliche Raumhöhen oder individuelle Glasausschnitte.

Weicht die vorhandene Wandöffnung deutlich von den Normbreiten nach ÖNORM B 5330 ab, ist in der Regel ein Sondermaß erforderlich. Ein Aufmaß vor Ort schafft hier Klarheit.

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